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Die Arbeiten in einem Gemeinderat, einer Kommission oder Ortspartei sind sehr spannend. Trotzdem haben viele Gemeinden grosse Mühe, ihre Ämter zu besetzen. Die Gründe sind vielschichtig. Einerseits müssen die Gemeinden immer mehr Aufgaben übernehmen. Andererseits steigen die Erwartungen und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger stetig. Viele Menschen sind sich nicht sicher, ob sie den komplexer werdenden Aufgaben eines politischen Amtes gewachsen sind.

Angesichts dieser Ausgangslage ist es verständlich, dass viele Bürgerinnen und Bürger dankend ablehnen, wenn sie darum gebeten werden, für ein Amt zu kandidieren. Für viele steht der zeitliche Aufwand in keinem Verhältnis zur monetären Entschädigung und der leider oft eher geringen Wertschätzung. Es gibt viele Gründe, die gegen ein politisches Engagement auf kommunaler Ebene sprechen. Viele vergessen dabei aber, dass wahrscheinlich genau so viele Argumente dafür sprechen. Auf jeden Fall ist die politische Arbeit sehr viel spannender und bereichernder, als man vielleicht denkt.

Acht gute Gründe für die politische Arbeit

1. Verstehen, wie eine Gemeinde funktioniert.

Ergänzungsleistungen, Steuererhöhungen, Kampfhunde, Bauvorschriften, Verkehrsberuhigung, Abwasserreglemente, Friedhöfe, Entwicklung der Schulen, Veranstaltungen. Das Spektrum an Themen in der Kommunalpolitik ist sehr breit, unglaublich komplex und ebenso spannend. All diese Dinge müssen immer wieder neu besprochen, verhandelt und entschieden werden. Man lernt ständig Neues dazu und versteht mit der Zeit, wie die politischen Prozesse in unserem Land funktionieren.

2. Man lernt Menschen kennen, die völlig anders denken, als man selbst.

In der Kommunalpolitik wird man auf ganz vielen Ebenen mit völlig anderen Meinungen als der eigenen konfrontiert. Das kann sehr inspirierend sein. Denn durch die Argumente, die man hört, erhält man die Chance, die eigene Meinung zu hinterfragen und vielleicht sogar zu revidieren. Im Gegenzug kann man bei denen, die einem zuhören, feststellen, dass der Austausch von Argumenten zu einer guten demokratischen Lösung führen kann. In der Kommunalpolitik setzt man sich mit vielen Meinungsverschiedenheiten auseinander. Wenn es gelingt, verschiedene, scheinbar widersprüchliche Positionen zu einem guten Kompromiss zu vereinen, ist das sehr befriedigend.

3. Man lernt Menschen kennen, die ähnlich denken, wie man selbst.

In der Politik trifft man auf engagierte Menschen, die ähnliche Werte und Überzeugungen haben und die die gleichen politischen Ziele verfolgen. Sich mit ihnen auszutauschen kann sehr bereichernd sein und auch über die Politik hinaus spannende Kontakte bringen.

4. Man lernt die Entscheider kennen.

Gemeindepräsidenten, Ressortleiter, Feuerwehrkommandanten, Museums- und Schuldirektoren, Wirtschaftsförderer, Tourismusbeauftrage, Oberamtmänner und -frauen, Chefs von Entsorgungsbetrieben und so weiter und so fort. Sie alle haben viel Fachwissen, sind bestens vernetzt und oft auch die Personen, welche bei wichtigen Entscheiden das Sagen haben. Sie zu kennen, bedeutet, dass man lernt zu verstehen, warum sie entscheiden, wie sie entscheiden. Das fördert das eigene Fachwissen und hilft, eigene politische Ziele durchzusetzen.

5. Gestalten und bewegen.

Etwas bewegen wollen! Dies ist sicher eines der wichtigsten Argumente, welches für die politische Arbeit spricht. Wenn man möchte, dass die eigen Stimme gehört wird, muss man sie auch erheben. Auf kommunaler Ebene ist man extrem nah am Geschehen. Es geht primär um Sachfragen und sehr konkrete Problemstellungen. Meistens führen Pragmatismus und ein konstruktives Vorgehen zu einer raschen und guten Lösung. Dinge mitgestalten und zum Bessern verändern zu können ist sehr befriedigend.

6. Man trägt in der Kommunalpolitik aktiv zur Demokratie bei.

Wer viel Zeit aufwendet, um sich mit Fakten vertraut zu machen, Unterlagen zu lesen und auszudiskutieren. Wer Interessengruppen zuhört und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt, um so bestmögliche Lösungen zu finden, der hilft mit, die Demokratie zu fördern. Diese Arbeit ist nicht nur sinnvoll sondern auch Sinn stiftend.

7. Kantons- und Bundespolitik erscheinen plötzlich in einem anderen Licht.

Alles hängt mit allem zusammen. Das ist auch in der Politik so. Von der Frage, wie konkret die Gemeinden mit Flüchtlingen umgehen, über den Bau eines neuen Altersheims, bis hin zur Raumplanung und Schulpolitik – ganz oft geschehen Dinge (oder eben nicht), weil Gelder oder der politische Wille das so vorgeben. Der Staat ist wie ein riesiges Uhrwerk. Zu verstehen, wie es funktioniert, ist faszinierend und spannend.

8. Gemeinderäte werden für ihre Arbeit bezahlt.

Wer sich auf kommunaler Ebene politisch engagiert, tut das wahrscheinlich nicht des Geldes wegen. Die monetäre Entlohnung kann nicht mit den Salären in der Privatwirtschaft oder mit dem eines Nationalrats verglichen werden. Dennoch müssen weder Gemeindepräsidenten noch Gemeinderäte gratis arbeiten. Die Höhe der Entschädigung regelt jede Gemeinde selbst.

Parteien im Sensebezirk

MEINUNGSBILDUNG

ch.ch

Die Website ch.ch ist eine Wissensplattform des Bundes, der Kantone und Gemeinden. Sie enthält ganz viele nützliche Informationen rund um das politische System in unserem Land.

Courage Civil

Die Bewegung Courage Civil engagiert sich jenseits des Populismus und der Parteipolitik. Sie steht ein für Grundrechte, Rechtssicherheit, unabhängige Medien sowie eine international gut vernetzte Schweiz. Sie ruft in Erinnerung, dass der politische Diskurs von Anstand und Respekt geprägt sein sollte. Die von Courage Civil erarbeiteten Dossiers sind eine gute Grundlage für die eigene Meinungsbildung.

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